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Fallmanagement – Unterstützung zur Integration in Arbeit und persönliche Unterstützung

Die Fallmanager*innen des JobCenter Schaumburg beraten die Leistungsberechtigten und die dazugehörige jeweilige Bedarfsgemeinschaft zu vielfältigen Sachverhalten. Gemeinsam mit Leistungsberechtigten arbeiten sie kontinuierlich an einer dauerhaften Eingliederung bzw. Wiedereingliederung in den Arbeits- oder Ausbildungsmarkt.
Das JobCenter Schaumburg arbeitet dabei systemisch. Im Rahmen der systemischen Betreuung stehen die Fallmanager*innen mit anderen Trägern der sozialen Sicherung, verschiedenen Verbänden und Arbeitgebern in Kontakt. Im Sinne eines Sozialmanagements vernetzen sie Sozialleistungen mit Blick auf die gesamte Bedarfsgemeinschaft. Darüber hinaus stellen Fallmanager*innen das persönliche Kompetenzprofil der Leistungsberechtigten in Form einer Potenzialanalyse fest, um im Anschluss die für eine erfolgreiche Arbeits- und Ausbildungsaufnahme erforderlichen Schritte in einer gemeinsamen Eingliederungsvereinbarung  festzulegen.
Die Fallmanager*innen beraten und entscheiden auch über die Gewährung von Leistungen der Arbeits- und Ausbildungsförderung nach dem SGB II. Sie unterstützen z.B. bei der Stellensuche sowie dem Verfassen von Bewerbungen und stehen den Leistungsberechtigten beratend bei Sprachkursen oder Qualifizierungsbedarfen zur Seite. Sofern sich in der Beratung komplexe Problemlagen ergeben, unterstützen die Fallmanager*innen die Betroffenen bei Bedarf auch mit geeigneten Kooperationspartnern. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, um Strukturen im Tagesablauf wiederherzustellen und z.B. Schuldbelastungen zu reduzieren. Auch möglicherweise vorliegende Suchterkrankungen werden gemeinsam thematisiert um zusammen Lösungen zur Überwindung zu finden. Im Rahmen des Fallmanagements werden die Leistungsberechtigten motiviert aktiv mitzuwirken. Auf diese Weise fördern die Fallmanager*innen die Hilfe zur Selbsthilfe.
Einen Beratungstermin bei Ihrem Fallmanager können Sie telefonisch über das Servicecenter oder direkt in der Eingangszone vereinbaren.

Das JobCenter hat ein breites Angebot von Leistungen zur Integration erwerbsfähiger Leistungsberechtigter in Arbeit. Das Angebot richtet sich an Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen.

Die folgenden Informationen sollen Ihnen einen kurzen Überblick verschaffen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Fallmanager oder an unser Team der Arbeitsvermittlung Schaumburg.

Integrationscoaching - Unterstützung in schwierigen Lebenslagen

Das Integrationscoaching richtet sich an Leistungsberechtigte, die auf Grund ihrer aktuellen Lebenssituation intensive Beratung benötigen. Die Lebenslagen, die einen Coachingbedarf begründen können, sind vielfältig. Beispielhaft kann es sich um Fragen zur Wohnungssituation, Gesundheit oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz handeln, die nicht während einer Beratung in den Räumlichkeiten des JobCenters zu klären sind, bzw. die einen erhöhten Zeitbedarf in Anspruch nehmen.
Das JobCenter Schaumburg hat sich für das Integrationscoaching als Träger einer Aktivierungs- und Vermittlungsmaßnahme nach § 45 SGB III zertifizieren lassen. Die Coaches werden von den Fallmanager*innen für die Unterstützung beauftragt, die in Abgrenzung zum Fallmanagement auch aufsuchend, z. B. im Haushalt oder am Arbeitsplatz der Leistungsberechtigten, tätig werden können.
Ziel des Coachings ist es, durch Klärung der jeweiligen individuellen Problemlagen die Chancen auf Integration in Arbeit oder Ausbildung zu steigern.
Die Dauer des Coachings ergibt sich aus der Zielplanung, welche zwischen dem Coach und dem Leistungsberechtigten vereinbart wird. Damit kann das Coaching sowohl auf eine Krisenintervention beschränkt als auch längerfristig ausgerichtet sein. Zunächst werden einzelne Leistungsberechtigte unterstützt, grundsätzlich ist jedoch der Blick auf die gesamte Bedarfsgemeinschaft möglich oder sogar hilfreich und wünschenswert.
Einen wichtigen Schwerpunkt bildet die bewerberorientierte Arbeits- und Ausbildungsvermittlung. Hier kann der Coach helfen, Ausbildungs- oder Arbeitsstellen zu recherchieren, passgenaue Bewerbungsunterlagen zu erstellen, den persönlichen Kontakt zu Betrieben suchen, zu Bewerbungsgesprächen begleiten und bei Bedarf passgenaue Arbeits- und Praktikums- bzw. Einstiegsqualifizierungsplätze zu akquirieren.
Nach längerer Arbeitslosigkeit kann auch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung für Leistungsberechtigte eine große Herausforderung darstellen. Hier kann der Coach dabei unterstützen, das Leistungsvermögen des nunmehr Beschäftigten zu steigern, das Arbeitsverhältnis zu stabilisieren, eine neue Tagesstruktur für die ganze Bedarfsgemeinschaft aufzubauen und zu festigen oder die Kinderbetreuung zu sichern und damit eine dauerhafte Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu realisieren.

AusbildungsKompass - Unterstützung bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle

Im Rahmen der Arbeit im Fallmanagement hat sich gezeigt, dass Jugendliche beim Übergang von Schule in Ausbildung, beziehungsweise beim Eintritt in das Erwerbsleben, teilweise intensive Unterstützung benötigen.
Das JobCenter Schaumburg ist gesetzlich für die Vermittlung von Ausbildungsstellen verantwortlich. Um eine ganzheitliche, intensive Unterstützung anbieten zu können, hat sich das JobCenter als Träger einer Aktivierungs- und Vermittlungsmaßnahme nach § 45 SGB III zertifizieren lassen. Die Coaches des JobCenters vermitteln den Ausbildungssuchenden im AusbildungsKompass eine passgenaue Ausbildungsstelle, kümmern sich gleichzeitig auch um die Erstellung und Optimierung von Bewerbungsunterlagen, begleiten die Auszubildenden ggf. zu Vorstellungsgesprächen und bereiten sie darauf vor. Auch die bewerberbezogene Akquise von Ausbildungsplätzen kann Teil der zertifizierten Maßnahme sein. Ergänzend werden von den Mitarbeiter*innen des AusbildungsKompass notwendiges Wissen sowie Schlüsselkompetenzen in einem modularen Seminarangebot mit Wahlpflichtcharakter vermittelt.
Die Unterstützung kann sowohl in Einzel- als auch in Gruppenangeboten erfolgen. Um auch individuelle Wettbewerbsnachteile von sozial, kulturell und/oder ökonomisch benachteiligten Ausbildungsplatzsuchenden auszugleichen, umfasst das Maßnahmeangebot unter anderem Aspekte eines Persönlichkeitstrainings. Durch gezielte Informations- und Kenntnisvermittlung werden unbegründete Vorbehalte gegenüber Berufsbildern verringert, die Reflexionsfähigkeit Jugendlicher geschult und das Selbstbewusstsein hinsichtlich der Teilnahme am Erwerbsleben gesteigert. Die Ausbildungssuchenden sollen erkennen und verinnerlichen, wie sie sich selbstständig auf dem Arbeitsmarkt orientieren und von Beratungsangeboten profitieren können. Aktionen, wie z. B Job-Speed-Datings, Praktikumsbörsen, Vorstellungen von Arbeitgebern, etc. werden in Zusammenarbeit mit den Kammern und der regionalen Wirtschaftsförderung Schaumburg organisiert.

JobKompass - Unterstützung für die eigenständige Suche nach einem Arbeitsplatz

Der JobKompass bietet Menschen, die erstmalig Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beantragen mussten, sowie Leistungsberechtigten, die gerade eine Weiterbildungsmaßnahme beendet haben, eine intensive Begleitung bei der Arbeitssuche.
Die Mitarbeiter*innen (Coaches) des JobKompass unterstützen leiten die Maßnahmeteilnehmer*innen zur Selbsthilfe bei der Suche nach einer passgenauen Arbeitsstelle an. Daneben umfasst das Maßnahmeangebot Tipps zur Optimierung der Bewerbungsunterlagen, ggfls. ein modulares Bewerbercoaching, die Präsentation aktueller Stellenangebote, Hinweise zu Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und die Vorstellung von Arbeitgebern. Sofern Unterstützung im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder den Möglichkeiten der Kinderbetreuung benötigt wird, beinhaltet das Maßnahmeangebot auch die Einbindung der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.
Bei der Maßnahme handelt es sich dabei um ein Gruppenangebot, in dem die Gruppe durch eigenverantwortliches Handeln und gegenseitige Unterstützung Netzwerkstrukturen aufbaut, die auch nach dem Ausscheiden aus dem Projekt fortbestehen können. Das Coaching steht unter dem aus den USA stammenden und in den Niederlanden weiterentwickelten Work-First-Ansatz („Your Job is to find a Job“).
Für diese Maßnahme hat sich das JobCenter Schaumburg als Träger einer Aktivierungs- und Vermittlungsmaßnahme nach § 45 SGB III zertifizieren lassen. In Abgrenzung zu anderen Unterstützungsinstrumenten wird diese Maßnahme von speziell geschulten Mitarbeiter*innen des JobCenter Schaumburg durchgeführt.